Rizinusöl (Castor Oil) ist ein jahrhundertealtes Hausmittel, das für seine intensiv pflegenden Eigenschaften für Haut, Haare und Wimpern bekannt ist. Doch was passiert realistisch, wenn Sie das dicke, nährstoffreiche Öl eine Woche lang täglich äußerlich anwenden?
Was passiert in den 7 Tagen?
- Tag 1–2: Tiefenfeuchtigkeit & Schutzschicht Rizinusöl zieht langsam ein und bildet eine Barriere, die das Verdampfen von Hautfeuchtigkeit verhindert. Trockene Hautstellen an Ellenbogen, Fersen oder Händen fühlen sich sofort weicher an.
- Tag 3–4: Beruhigung & Geschmeidigkeit Dank der enthaltenen Rizinolsäure (einer einzigartigen Fettsäure mit leicht entzündungshemmenden Eigenschaften) klingen kleine Hautirritationen, Rötungen oder Trockenheitsfältchen langsam ab.
- Tag 5–7: Seidiges Haar & kräftiger Glanz Auf Haarspitzen, Augenbrauen oder Wimpern aufgetragen, legt sich das Öl wie ein Schutzfilm um die Härchen. Sie wirken optisch dicker, geschmeidiger und sind besser vor Haarbruch geschützt.
Drei beliebte Anwendungsbereiche
- 1. Für Augenbrauen & Wimpern: Abends mit einem sauberen Bürstchen sanft auftragen. Wichtig: Rizinusöl lässt Haare nicht magisch schneller wachsen, schützt sie aber vor dem Abbrechen, sodass sie voller wirken.
- 2. Für die Hautpflege: Ein paar Tropfen mit einem leichteren Öl (wie Jojoba- oder Mandelöl) mischen und in die gereinigte Haut einmassieren.
- 3. Für trockene Haarspitzen: Als Pre-Wash-Kur 30 Minuten vor dem Haarewaschen in die Längen einmassieren und gründlich ausspülen.
Was Rizinusöl NICHT kann (Mythen-Check)
- Kein Wunder-Haarwuchs: Es stimuliert die Haarfolikel nicht direkt zu neuem Wachstum, sorgt aber für gesündere Bedingungen auf der Kopfhaut.
- Nicht für die tägliche Poren-Tiefenreinigung geeignet: Da das Öl sehr dickflüssig und komedogen wirken kann, sollte es bei zu Akne neigender Gesichtshaut nur sehr sparsam oder gemischt angewendet werden.