Früherkennung ist wichtig: 10 mögliche Anzeichen von Brustkrebs, die Sie kennen sollten

Die Brustkrebsfrüherkennung ist ein unschätzbar wichtiges Thema, das jede Frau (und im Übrigen auch Männer, wenn auch weitaus seltener) im Blick haben sollte. Je früher Veränderungen im Brustgewebe erkannt werden, desto schonender und erfolgreicher sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten.

Das regelmäßige, monatliche Abtasten der eigenen Brust – am besten wenige Tage nach dem Ende der Periode, da das Gewebe dann besonders weich ist – ist eine der einfachsten und effektivsten Vorsorgemaßnahmen für zu Hause.

Hier sind 10 mögliche Anzeichen und visuelle Veränderungen, auf die man beim Abtasten und beim Blick in den Spiegel achten sollte:

10 Warnsignale, die Aufmerksamkeit erfordern

Ein einzelnes dieser Symptome bedeutet keineswegs sofort, dass Krebs vorliegt – sehr viele Veränderungen der Brust sind völlig gutartig (wie Zysten oder Fibroadenome). Dennoch gilt die goldene Regel: Jede neu aufgetretene Veränderung sollte zeitnah von einem Frauenarzt abgeklärt werden.

1. Tastbare Knoten oder Verhärtungen

Das bekannteste Zeichen: Ein spürbarer Knubbel oder eine feste Struktur in der Brust oder im Bereich der Achselhöhle, die sich oft anders anfühlt als das restliche, weiche Drüsengewebe. Diese Knoten schmerzen meistens nicht.

2. Veränderungen der Brustgröße oder -form

Ein plötzlicher Unterschied im Zusammenspiel der beiden Brüste – wenn eine Brust beispielsweise ohne ersichtlichen Grund (wie Schwangerschaft oder Gewichtsveränderung) deutlich anschwillt, absackt oder ihre Form verändert.

3. Einziehungen der Haut

Wenn sich beim Heben der Arme vor dem Spiegel eine Stelle der Haut nach innen zieht, Dellen entstehen oder die Haut an einer Stelle „festklebt“, kann das ein Hinweis darauf sein, dass darunter liegendes Gewebe die Haut anzieht.

4. Veränderungen der Brustwarze

Eine Brustwarze, die sich plötzlich nach innen stülpt (Flach- oder Schlupfwarze), obwohl sie früher normal nach außen gerichtet war, sollte untersucht werden.

5. Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze

Wenn außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit Flüssigkeit aus einer (oder beiden) Brustwarzen austritt – besonders wenn diese wässrig, blutig, klar oder einseitig ist –, ist das ein Warnsignal.

6. Rötungen oder Erwärmung der Haut

Anhaltende Rötungen, die sich nicht wie ein normaler Mückenstich oder eine Hautreizung verhalten, oder eine spürbare Überwärmung eines bestimmten Bereichs können auf entzündliche Prozesse hindeuten.

7. Die sogenannte “Orangenhaut”

Wenn die Haut der Brust grobporig wird, anschwillt und das Aussehen einer Orangenhaut annimmt, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass der Lymphabfluss im Gewebe blockiert ist.

8. Schuppung oder Veränderungen der Warzenhaut

Anhaltende Schuppung, Verkrustungen, Juckreiz oder Ekzeme direkt auf der Brustwarze oder dem Warzenhof, die nicht auf Feuchtigkeitscremes ansprechen.

9. Sichtbare Venenzeichnung

Eine plötzliche, sehr auffällige und neu aufgetretene Verstärkung des Venenmusters auf der Haut einer Brust kann auf eine verstärkte Durchblutung im darunter liegenden Gewebe hinweisen.

10. Schmerzen oder Fremdkörpergefühl

Obwohl Brustkrebs in den frühen Stadien selten Schmerzen verursacht, sollte ein anhaltendes, stechendes, ziehendes Schmerzgefühl oder ein ständiges „Fremdkörpergefühl“ in einer Brust, das unabhängig vom Menstruationszyklus auftritt, ärztlich untersucht werden.

Was Sie für Ihre Vorsorge tun können

  • Der Spiegel-Check: Betrachten Sie Ihre Brüste einmal im Monat mit hängenden, an den Hüften aufgestützten und nach oben gestreckten Armen vor dem Spiegel, um optische Veränderungen der Haut oder Form zu erkennen.
  • Sanftes Abtasten: Tasten Sie die Brust und die Achselhöhlen spiralförmig von außen nach innen mit den flachen Fingerkuppen ab – sowohl im Stehen (z. B. unter der Dusche) als auch im Liegen.
  • Ärztliche Vorsorge nutzen: Nehmen Sie die jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahr. Ab dem 50. Lebensjahr (in vielen Regionen mittlerweile auch ab 45) wird zudem das regelmäßige Mammographie-Screening als verlässliche Früherkennungsmethode angeboten.

Machen Sie die monatliche Selbstuntersuchung bereits zu einem festen Teil Ihrer Gesundheitsroutine, oder suchen Sie nach Tipps, wie Sie das Abtasten am besten erlernen können?

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