6 Arten von Warzen (Anzeichen, Symptome, Hausmittel und Behandlung)

Warzen sind weit verbreitete, meist harmlose Hautwucherungen, die durch eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden. Da sie ansteckend sind, ist es wichtig, die verschiedenen Arten zu kennen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Hier sind die sechs häufigsten Arten von Warzen, ihre Merkmale und wie man sie behandeln kann:


1. Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares)

Diese Warzen treten am häufigsten an den Händen, Fingern oder im Bereich der Nagelpfalz auf.

  • Anzeichen: Sie sind meist rau, fest und haben eine blumenkohlartige Oberfläche. Oft sieht man winzige schwarze Punkte darin (verstopfte Kapillaren).
  • Symptome: In der Regel schmerzlos, können aber bei Druck unangenehm sein.

2. Dornwarzen (Verrucae plantares)

Diese wachsen an den Fußsohlen, meist an den Druckstellen (Ferse oder Ballen).

  • Anzeichen: Da sie durch das Körpergewicht nach innen gedrückt werden, wachsen sie tief in die Haut. Sie sind oft flach und von einer Hornschicht bedeckt.
  • Symptome: Können beim Gehen oder Stehen starke Schmerzen verursachen, ähnlich wie ein Fremdkörper im Schuh.

3. Flachwarzen (Verrucae planae)

Diese treten oft in großer Zahl im Gesicht, am Hals oder an den Handrücken auf, besonders bei Kindern und Jugendlichen.

  • Anzeichen: Sie sind nur wenige Millimeter groß, glatt und nur leicht über das Hautniveau erhaben. Ihre Farbe reicht von hautfarben bis gelblich-braun.
  • Symptome: Sie jucken gelegentlich, sind aber sonst eher ein optisches Problem.

4. Pinselwarzen (Verrucae filiformes)

Diese haben eine charakteristische, fadenförmige Struktur und bevorzugen dünne Hautpartien wie Augenlider, Lippen oder den Hals.

  • Anzeichen: Lange, schmale Auswüchse, die wie kleine Pinsel aussehen.
  • Symptome: Sie neigen dazu, an Kleidung oder Schmuck hängen zu bleiben, was zu Reizungen führen kann.

5. Dellwarzen (Mollusca contagiosa)

Streng genommen werden sie durch das Molluscum-contagiosum-Virus verursacht, nicht durch HPV, werden aber oft in einem Atemzug genannt.

  • Anzeichen: Kleine, glatte, glänzende Knötchen mit einer typischen Delle in der Mitte. Sie enthalten eine weißliche, infektiöse Masse.
  • Symptome: Können jucken und treten oft gehäuft am Rumpf, in den Armbeugen oder Kniekehlen auf.

6. Feigwarzen (Condylomata acuminata)

Dies sind Genitalwarzen, die im Schambereich oder an den Schleimhäuten auftreten.

  • Anzeichen: Kleine, rötliche oder graue Knötchen, die sich zu größeren beetartigen Wucherungen zusammenschließen können.
  • Symptome: Sie können brennen oder jucken und sind hochgradig ansteckend (meist durch sexuellen Kontakt).

Hausmittel und Selbsthilfe

Viele Warzen verschwinden mit der Zeit von selbst, wenn das Immunsystem das Virus besiegt. Zur Unterstützung gibt es bewährte Hausmittel:

  • Apfelessig: Die enthaltene Säure kann helfen, das infizierte Gewebe aufzuweichen.
  • Teebaumöl: Es wirkt antiviral und kann mehrmals täglich aufgetupft werden.
  • Schöllkraut: Der gelbe Saft der Pflanze (oft als Tinktur erhältlich) ist ein klassisches Mittel gegen gewöhnliche Warzen.
  • Klebeband-Methode: Das Abkleben der Warze mit luftdichtem Klebeband für mehrere Tage kann die Hornschicht aufweichen und die Immunreaktion anregen.

Medizinische Behandlungsmöglichkeiten

Wenn Hausmittel nicht ausreichen oder die Warzen Schmerzen verursachen, stehen professionelle Methoden zur Verfügung:

  • Salicylsäure: In Form von Pflastern oder Tinkturen löst sie die Hornschicht Schicht für Schicht auf.
  • Kryotherapie (Vereisung): Durch flüssigen Stickstoff wird das Gewebe zerstört.
  • Lasertherapie: Gezielte Zerstörung der versorgenden Blutgefäße der Warze.
  • Kürettage: Das operative Ausschaben der Warze durch einen Arzt.

Wichtiger Hinweis: Versuchen Sie niemals, Warzen selbst wegzuschneiden oder aufzukratzen. Dadurch werden die Viren freigesetzt und können sich auf andere Hautstellen oder Mitmenschen verteilen. Bei Warzen im Gesicht oder im Genitalbereich sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

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