3 Angewohnheiten von Männern, die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs bei ihren Partnerinnen erhöhen können.

Es ist ein wichtiges Thema, über das oft nicht offen gesprochen wird. Gebärmutterhalskrebs wird in über 99 % der Fälle durch eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. HPV ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen.

Da das Virus primär durch Haut-zu-Haut-Kontakt im Genitalbereich übertragen wird, spielen die sexuellen Gewohnheiten und das Verhalten des Mannes eine direkte Rolle für das Infektionsrisiko seiner Partnerin.

Hier sind 3 Gewohnheiten oder Faktoren bei Männern, die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs bei ihren Partnerinnen indirekt erhöhen können:

👨‍⚕️ 3 Risikofaktoren im Verhalten des Mannes für das HPV-Risiko der Partnerin

1. Häufiger Wechsel von Sexualpartnern (Promiskuität)

  • Der Zusammenhang: Das Risiko, sich mit verschiedenen Stämmen des HPV-Virus (insbesondere Hochrisikostämmen wie HPV 16 und 18) zu infizieren, steigt exponentiell mit der Anzahl der Sexualpartner eines Mannes.
  • Das Risiko für die Partnerin: Ein Mann, der häufig wechselnde Partner hat(te), kann unwissentlich als Überträger des Virus fungieren, selbst wenn er selbst keine Symptome zeigt. Das Virus kann über lange Zeit inaktiv bleiben, wird aber durch den Geschlechtsverkehr (auch ohne vollständige Penetration) übertragen und erhöht bei der Partnerin das Risiko einer chronischen HPV-Infektion, die zur Entartung der Zellen führen kann.

2. Versäumnis der HPV-Impfung

  • Der Zusammenhang: Obwohl die HPV-Impfung primär Mädchen und jungen Frauen empfohlen wird, ist sie in vielen Ländern heute auch für Jungen und junge Männer zugelassen (meist im Alter von 9 bis 14 Jahren). Die Impfung schützt vor den häufigsten krebserregenden HPV-Typen.
  • Das Risiko für die Partnerin: Wenn der Mann nicht geimpft ist, erhöht dies nicht nur sein eigenes Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen (z. B. im Rachenraum oder am Penis), sondern er trägt auch weiterhin zur Zirkulation des Virus in der Bevölkerung bei. Durch die eigene Impfung würde er seine Partnerinnen zukünftig schützen (Herdenschutz-Effekt).

3. Ignorieren von Symptomen oder früheren Infektionen (insbesondere Genitalwarzen)

  • Der Zusammenhang: Genitalwarzen werden durch niedrig-risiko HPV-Typen verursacht. Auch wenn diese Warzen selbst nicht krebserregend sind, zeigen sie an, dass der Mann Träger des HPV-Virus ist.
  • Das Risiko für die Partnerin: Das Nichtbeachten von Symptomen oder das Ignorieren der Notwendigkeit von Safer Sex, wenn eine frühere HPV-Infektion bekannt ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit, die Infektion auf die Partnerin zu übertragen. Viele Männer zeigen jedoch gar keine Symptome, weshalb das konsequente Verwenden von Kondomen in wechselnden Partnerschaften essenziell ist.

Wichtige Hinweise und Prävention

  • Kondome: Kondome reduzieren das Risiko einer HPV-Übertragung erheblich, bieten aber keinen 100%igen Schutz, da die Übertragung auch über nicht bedeckte Hautbereiche erfolgen kann.
  • Impfung: Die HPV-Impfung (am besten vor dem ersten Sexualkontakt) ist die effektivste Methode zur Prävention.
  • Vorsorge der Frau: Für Frauen bleibt der regelmäßige Pap-Abstrich (Zervixkarzinom-Vorsorgeuntersuchung) die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, in welchen Altersgruppen die HPV-Impfung für Jungen und Mädchen empfohlen wird?

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