Auch hier gilt wieder: Kein Herzchirurg und kein Wundermittel kann Arterien per Knopfdruck oder binnen Sekunden freispülen. Solche Versprechen mit Wörtern wie „sofort“ sind typische Klick-Garanten im Internet.
Die gute Nachricht ist jedoch: An der Wirkung von Roter Bete auf das Herz-Kreislauf-System ist wissenschaftlich extrem viel Wahres dran!
Allerdings passiert das nicht in Sekunden, sondern über die normale Verdauung innerhalb von etwa 2 bis 6 Stunden.
🩸 Warum Rote Bete so effektiv für die Gefäße ist
Der Schlüssel liegt im hohen Gehalt an anorganischem Nitrat sowie Antioxidantien (Betanin):
- Umwandlung in Stickstoffmonoxid (NO):
- Wenn Sie Rote-Bete-Saft trinken oder Pulver in Wasser einrühren, nehmen Sie Nitrat auf. Bakterien im Mund und Enzyme im Körper wandeln dieses Nitrat in Stickstoffmonoxid (NO) um.
- Entspannung der Arterienwände:
- Stickstoffmonoxid signalisiert den feinen Muskeln in den Gefäßwänden, sich zu entspannen. Die Arterien weiten sich (Vasodilation).
- Senkung des Blutdrucks:
- Durch die geweiteten Gefäße sinkt der Widerstand beim Blutpumpen. Das kann den systolischen Blutdruck um mehrere mmHg senken und entlastet das Herz spürbar.
- Bessere Durchblutung:
- Das Blut fließt leichter, was die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers (und des Gehirns) verbessert.
🍹 Wie nimmt man Rote Bete am besten zu sich?
- Frischer Rote-Bete-Saft: Bereits 150–250 ml am Tag reichen aus, um den Nitratspiegel effektiv anzuheben.
- Rote-Bete-Pulver in Wasser: Eine praktische Alternative für unterwegs.
- Als Ganzes im Salat oder Ofengemüse: So erhalten Sie zusätzlich wertvolle Ballaststoffe.
💡 Ein wichtiger Tipp für die Wirkung
Spülen Sie nach dem Trinken von Rote-Bete-Saft nicht direkt mit einer antibakteriellen Mundspülung nach! Die Nützlichen Bakterien auf der Zunge werden für den ersten Schritt der Nitrat-Umwandlung zwingend benötigt.
Rote Bete ist also ein fantastischer Baustein für die tägliche Gefäßgesundheit – solange man ihr ein paar Stunden Zeit gibt, im Körper zu wirken!