Das ist ein absoluter Klassiker unter den Social-Media-Gartentipps! Wer einen grünen Daumen hat oder Gemüse anbaut, hält mit Bananenschalen ein echtes Kraftpaket in den Händen. Anstatt sie in die Biotonne zu werfen, kann man daraus einen hervorragenden, kostenlosen Flüssigdünger ansetzen – das sogenannte „Bananenwasser“.
Bananenschalen sind extrem reich an Kalium, Magnesium und Phosphor. Das sind genau die Nährstoffe, die Pflanzen für ein kräftiges Wurzelwachstum, üppige Blüten und eine reiche Fruchtbildung (besonders bei Tomaten, Gurken und Paprika) brauchen.
Doch damit das Bananenwasser im Garten oder auf der Fensterbank ein voller Erfolg wird und nicht zu schimmeln beginnt, sollte man ein paar wichtige Regeln beachten.
Das Rezept: So setzt man Bananenwasser richtig an
Die Herstellung in einer Wasserflasche oder einem großen Einmachglas ist denkbar einfach:
1. Vorbereitung (Sehr wichtig!)
Verwende für diesen Zweck am besten Bio-Bananen. Konventionelle Bananen werden nach der Ernte intensiv mit Anti-Schimmel-Mitteln (Fungiziden) und Pestiziden behandelt. Diese Giftstoffe möchtest du später weder in deiner Blumenerde noch im eigenen Gemüsebeet haben.
2. Der Ansatz
- Schneide die Bananenschale mit einem Messer in kleine, handliche Streifen oder Würfel (je kleiner, desto schneller lösen sich die Nährstoffe).
- Gib die Stücke in eine große Flasche oder ein Schraubglas und gieße sie mit lauwarmem Wasser auf.
- Lass die Flasche für 48 Stunden an einem kühlen, dunklen Ort ziehen. Schüttle sie zwischendurch ein- oder zweimal durch. Das Wasser verfärbt sich in dieser Zeit leicht bräunlich.
3. Das Abseihen
Gieße das Wasser nach zwei Tagen durch ein feines Sieb, um alle Schalenreste herauszufiltern. Wenn die Schalen zu lange im Wasser bleiben, beginnt die Mischung zu gären und unangenehm zu riechen.
Die richtige Anwendung
Das reine Bananenwasser ist sehr konzentriert. Nutze es am besten so:
- Mischungsverhältnis: Verdünne das Bananenwasser im Verhältnis 1:5 mit normalem Gießwasser (ein Teil Bananenwasser auf fünf Teile Wasser).
- Wer profitiert davon? Im Gemüsegarten sind Tomaten, Paprika, Chilis und Gurken absolute Fans von Kalium. Auch Zimmerpflanzen, die kurz vor der Blüte stehen (wie Orchideen oder Geranien), lieben diesen Schub.
- Wie oft? Alle zwei bis drei Wochen während der Hauptwachstumsphase ist völlig ausreichend.
3 häufige Fehler, die man vermeiden sollte
Obwohl der Trick genial ist, lauern in der Praxis zwei bis drei Stolperfallen:
- Die Schalen direkt auf die Erde legen: Manche legen die Schalen einfach stückig auf die Topferde von Zimmerpflanzen. Das zieht in der Wohnung in Rekordzeit Trauermücken und Fruchtfliegen an und führt zu Schimmel. Das flüssige Bananenwasser passiert das nicht.
- Die übrig gebliebenen Schalen wegwerfen: Die ausgekochten oder eingeweichten Schalenreste haben immer noch Nährstoffe. Du kannst sie nach dem Abseihen flach im Gemüsegartenschnitt untergraben oder direkt auf den Kompost werfen, wo sie den Rotteprozess beschleunigen.
- Zimmerpflanzen im Winter überdüngen: Im Winter legen die meisten Pflanzen eine Ruhepause ein. In dieser Zeit benötigen sie kaum zusätzlichen Dünger – auch keinen biologischen. Hebe dir das Bananenwasser also vor allem für das Frühjahr und den Sommer auf.
RULE 2: EXPERT GUIDE Planst du, diesen natürlichen Kalium-Dünger für deine Zimmerpflanzen in der Wohnung zu nutzen, oder möchtest du damit Starkzehrer im Gemüsegarten unterstützen?