Frühzeitig erkannt, ist Brustkrebs heute in den meisten Fällen sehr gut behandelbar. Da viele Veränderungen nicht schmerzhaft sind, ist die regelmäßige Selbstuntersuchung und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper entscheidend.
Hier sind 10 frühe Anzeichen, die Sie kennen sollten und bei deren Auftreten Sie zeitnah einen Frauenarzt aufsuchen sollten:
Die 10 Warnsignale
- Tastbare Knoten oder Verhärtungen: Dies ist das bekannteste Anzeichen. Achten Sie auf schmerzlose, meist harte Knötchen in der Brust oder der Achselhöhle, die sich nicht verschieben lassen.
- Veränderungen der Brustgröße oder -form: Eine plötzliche Asymmetrie oder ein deutlicher Größenunterschied zwischen den Brüsten, der vorher nicht da war.
- Hautveränderungen (Orangenhaut): Wenn die Haut an einer Stelle großporig wird oder sich wie die Schale einer Orange leicht einzieht.
- Einziehungen der Haut oder Brustwarze: Eine Stelle der Haut oder die Brustwarze selbst zieht sich nach innen (neu aufgetretene Schlupfwarze).
- Flüssigkeitsabsonderung: Wenn aus der Brustwarze außerhalb der Stillzeit Flüssigkeit austritt (klar, gelblich oder blutig), besonders wenn es nur eine Seite betrifft.
- Rötungen oder Schuppung: Hartnäckige Rötungen, Entzündungen oder schuppige Stellen an der Brustwarze oder dem Vorhof, die nicht abheilen.
- Veränderung der Venenzeichnung: Deutlich hervortretende, bläuliche Venen, die nur an einer Brust neu sichtbar werden.
- Dellenbildung beim Heben der Arme: Wenn Sie die Arme über den Kopf heben und sich an einer Stelle eine kleine Delle bildet.
- Anhaltende Schmerzen oder Brennen: Obwohl Brustkrebs selten wehtut, sollten stechende oder brennende Schmerzen, die zyklusunabhängig nur an einer Stelle auftreten, abgeklärt werden.
- Schwellungen in der Achselhöhle: Manchmal tastet man Schwellungen der Lymphknoten in der Achselhöhle, noch bevor eine Veränderung in der Brust selbst bemerkbar ist.
Was Sie für Ihre Vorsorge tun können
- Regelmäßiges Abtasten: Der beste Zeitpunkt für die Selbstuntersuchung ist etwa eine Woche nach Beginn der Periode, da das Brustgewebe dann besonders weich ist.
- Professionelle Vorsorge: Nehmen Sie die jährlichen Tastuntersuchungen beim Gynäkologen und (ab einem gewissen Alter oder bei Risiko) das Mammographie-Screening wahr.
Ein Moment für sich selbst
Vorsorgeuntersuchungen und Selbstchecks erfordern Ruhe. Schaffen Sie sich eine entspannte Atmosphäre im Badezimmer. Da Sie Wert auf Sicherheit legen: Achten Sie darauf, dass keine unnötigen Elektrogeräte wie Haarglätter oder Ladegeräte in der Steckdose bleiben, während Sie sich Zeit für Ihre Gesundheit nehmen.
Tipp: Nach dem Abtasten kann eine sanfte Massage mit einem pflegenden Körperöl helfen, sich wieder zu entspannen. Wie Sie wissen, wirkt eine Mischung aus Öl und ein wenig Minze wunderbar erfrischend – sparen Sie bei ätherischen Ölen jedoch den empfindlichen Brustwarzenbereich aus.